Rückblick auf die Gemeinderatssitzung vom 14. Juli 2020

Im öffentlichen Teil dieser Sitzung gab es zum ersten Mal Bürger-Fragen, dann ging es um eine vernetzte Wärmeversorgung, Verwaltungskosten und um Parkplätze an der Rute.

Die erste Frage und zugleich Klage kam von Christian Fink von der Heimgartenstr, der die Belastung durch den Wertstoffhof verringert haben wollte; er sprach Lärm, hohes Verkehrsaufkommen und Verwahrlosung an. Die Bürgermeisterin bedauerte, nichts unternehmen zu können, weil der Wertstoffhof Sache des Landkreises sei. PWG-Vorsitzende Rosmarie Heimann regte mehr Öffnungszeiten an, die nach Meinung von Frau Schätz aber das Problem nicht lösen könnten. Egon Barlag (FWG Freie Wähler Haag) verlangte eine Lösung für die Scherben vor den Glasbehältern. Thomas Schropp erkundigte sich danach, wann das angekündigte neue Elektroauto zum Verleih bereit stünde. Dieses werde in zwei Tagen geliefert, im September könne es eingesetzt werden. Seine Frage nach mehr Blumen auf den Gemeindeflächen beantwortete Frau Schätz mit dem Hinweis, man stehe in Verbindung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes.  Michael Haas fragte nach einem Ferienprogramm, das die Kinder gerade in der Corona-Zeit erwarteten und das in anderen Gemeinden auch angeboten werde . Die Bürgermeisterin verwies auf den augenblicklich nicht anwesenden Jugendreferenten Florian Ferschmann, die Notbetreuung in den Schulen und empfahl, bei den Vereinen nachzufragen.

Großen Raum nahm die Vorstellung einer Machbarkeitsstudie für eine vernetzte Wärmeversorgung von kommunalen Liegenschaften ein. Zwei Vertreter der Firma GP Joule aus Buttenwiesen (im Landkreis Dillingen, nördlich von Augsburg), nämlich Frau Juliana Drasovean und Herr Dieter Freitag, zeigten auf, wie von einer Hackschnitzelheizung, die auf dem Parkplatz gegenüber der Realschule errichtet werden könne, die beiden Schulen, der Zehentstadel, das Rathaus, aber auch der weiter entfernte Bürgersaal samt Bauhof und Feuerwehr versorgt werden könnten. Die Wirtschaftlichkeit wachse, wenn Privatleute sich anschließen. Dies sei besonders im Gebiet Haag-West, also dem Flachdachviertel „Jerusalem“, und um die Haupt- und die Wasserburger Straße sinnvoll. Auf die Frage von Dr. Bernhard Grabmeyer (FWG), ob für die Bürger ein Anschluss kostengünstiger sei als ihre bisherige Heizung, mussten die Fachleute passen; sie verwiesen statt dessen auf die Umweltfreundlichkeit, weil Holz ein nachwachsender Rohstoff sei. Thomas Eberharter (Freies Mitglied bei der CSU-Fraktion) will auch das Krankenhaus anschließen, Herbert Zeilinger (WfH) wollte wissen, wer Kunden werbe; dies mache die Firma GP Joule, hieß es, die zusammen mit der Gemeinde die Betreibergesellschaft bilden sollte. Die Frage Grabmeyers (FWG), wem denn der Parkplatz gegenüber der Realschule, auf dem die Heizanlage geplant sei, gehöre, wollte die Bürgermeisterin im öffentlichen Teil der Sitzung nicht beantworten. Egon Barlag (FWG) erkundigte sich nach der Finanzierung; die Baukosten würden in die Anschlussgebühr und die Verbrauchskosten eingearbeitet, war die Antwort. Als Vollkosten für den Anschluss nur der kommunalen Liegenschaften wurden 2.089.850 € (ohne MWSt) und 7,40 Cent/kWh genannt. Der Umweltreferent Hans Urban (Freies Mitglied bei der CSU-Fraktion) konnte weitere Fragen beantworten und warb erfolgreich dafür, dieses Projekt auf seine Durchführbarkeit hin weiter prüfen zu lassen, worin ihm alle Gemeinderäte folgten. Die Bürgermeisterin sprach noch  Schwierigkeiten an, denn es ist noch nicht sicher, ob und wann der Landkreis sich für die Realschule an diesem Projekt beteiligen werde; auch stünden erst noch Verhandlungen zum Grunderwerb an.

Die Gemeindevewaltung Haag erbringt Leistungen für den Schulverband, dem auch Maitenbeth und Rechtmehring angehören. Diese sollen künftig nach Aufwand, nicht mehr pauschal abgerechnet werden, so der einstimmige Beschluss.  

An der Straße „Rute“ sind 5 Parkpätze für Anwohner vorgesehen, die allerdings nicht festgelegt werden. Dafür verlangt die Gemeinde nach Mehrheitsbeschluss des Gemeinderates 10 € pro Monat. Vergeben werden diese nach dem Losverfahren.

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